Wie zahlt man in der Schweiz?

In der Schweiz ist üblicherweise jeder Rechnung ein roter oder orangen-farbiger Einzahlungsschein beigelegt. Diesen brauchen Sie, um die Rechnung zu bezahlen. Für ausländische Neuzuzüger ist diese Art der Zahlung jedoch ein Novum, denn nur in der Schweiz werden damit Rechnungen bezahlt, weshalb Ihnen die Broschüre Zahlungslösungen für Individualkunden in der Schweiz von der UBS einige Hinweise und nützliche Informationen für den täglichen Umgang mit dem Zahlungsverkehr in der Schweiz gibt.

Warum existiert diese Art der Bezahlung in der Schweiz? 1900 forderte eine Motion aus dem Nationalrat die Einführung eines Postcheckdienstes unter Verweis auf die positiven Erfahrungen, die man damit seit 1883 in Österreich gemacht hatte. In der Vernehmlassung äusserten sich einzig die Banken ablehnend, und zwar mit der Begründung, dass die Schweiz bereits „overbanked“ sei. Postcheckkonti stellten damals für die meisten Normalverbraucher die einzige Möglichkeit zum bargeldlosen Geldverkehr dar. Denn Bankkonten für den Check- und Giroverkehr waren wegen der hohen Mindesteinlagen von durchschnittlich 500 Franken eher etwas für begüterte Kreise und Unternehmen. (Paul Schneeberger, Helvetische Errungenschaften, 2008, S. 37)